Samstag Abend machten Luciah und Enrico in ihrem Ferienort in Nordfrankreich, in dem sich seit mehr als dreißig Jahren ihr altes aber charmantes Stadtferienhaus an der Stadtmauer befindet einen sehr schönen Spaziergang. Sie wurden dabei versetzt in die Zeit um das Jahr 1837, als Victor Hugo Anfang September ihre Stadt Montreuil-sur-Mer besuchte.
Mit Juliette teilte er mehr als 20 000 Briefe. Sie war nicht nur seine Muse, sondern auch seine Sekretärin und Lektorin und korrigierte die Korrespondenz von Victor Hugo an sie häufig. Seit ein paar Jahren tragen die Licht-und Tonspiele mit 200 AkteurInnen aus dem Ort im Sommer auch ihren Namen... "Juliette et Les Miserables".
Meistens sind die Leute nicht so bekannt, die hinter großen Namen stehen. Das französische Epos Hugos "Les Miserables" - weltweit auch als Musical berühmt - steht immer in Verbindung mit ihm. Und so richtig war Luciah die Bedeutung von Juliette bis zu diesem Spaziergang nicht bewusst.
Durch die jährlichen Aufführungen in der Zitadelle von
Montreuil wurde ihnen Victor Hugo als einer der herausragendsten Schriftsteller
Frankreichs bekannt. Am Ende jeder Vorstellung „Juliette et Les Miserables“ gab
es um Mitternacht ein Feuerwerk, das vom Fenster des Williamschen Hauses zu sehen
war.
So wandelt sich der Protagonist Jean Valjean als ehemaliger Strafgefangener
in einen geläuterten Menschen durch einen Bischof, der ihm noch Kronleuchter
und Tafelsilber schenkt, als er ein Brot
aus Verzweiflung mitgenommen hat.
Er nennt sich fortan Monsieur Madeleine – übrigens der Name des ersten
Nachbarortes unterhalb der Stadtmauer -
und wird Bürgermeister einer Stadt, für die Montreuil Vorbild ist. Hier
trifft er auf Fantine, die Mutter von Cosette. Das kleine Mädchen wird bei
Wirtsleuten, den Thenadiers, untergebracht, als die Mutter krank ist. Nach ihrem
Tod flüchtet Jean Valjean mit ihr nach Paris, wo die Revolution und der Ruf
nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bei Napoleon dem III ihren Lauf
nimmt.
Diese Stelle der Stadtmauer meinte Victor Hugo wohl als er an seine Frau schrieb. Die Tafel hängt seit den neunziger Jahren im Schlafzimmer der WIlliams.
Luciahs und Enrico, die nun schon etwas älter waren, - verband sie doch ihre eigenen Geschichten mit Montreuil und ihrem Ferienhaus. Ihre beiden Kinder Inge-Katharina und Lena-Nicole verbrachten mit Nichten und Neffen hier ebenfalls lange und häufig ihre Ferien.
Der Spaziergang in Montreuil-sur-Mer auf den Spuren Victor Hugos und Juliettes Drouets endet am Musee de L'Espoir.
Dort fand eine besondere Szene aus "Les Miserables" am Schluß statt. Jean Valjean rettet einen Mann unter einem Pferdewagen liegend und wird von dem Polizisten Janver als der ehemalige Strafgefangene erkannt. Janver wird ihn lebenslang verfolgen.
Zum Musée de l‘ Espoir der Madame Wooster an anderer Stelle viel mehr. Hier findet der Abschlußempfang der Führung mit Sekt statt. Luciah und Enrico waren sehr beeindruckt an diesem Abend wieder einmal. Und dann noch etwas:
Seit Coronazeiten besitzt dieses Museum - auch als L'Hotel d'Acary de la Riviere bekannt - am Eingang Montreuils einen modernen Anbau. Es ist ein Aufgang mit Aufzug zu den oberen Räumen und zum Garten. Luciah kann ihre Freude kaum unterdrücken, die Räume und den Garten wieder zu betreten. Sie sah sie im Jahr 2000 einmal. Die von Madame Frank Wooster - in Frankreich kann der Name des Mannes bei dem der Frau stehen. Es war das "Dreamhouse" einer Engländerin und eines Amerikaners. Und es ist ein ganz besonderer Schatz in diesem wunderbaren Ort...
Geschichte folgt







Liebe Heike, du schreibst so schön, so lebendig. Ich mag deine Gedanken und diese Geschichte ist toll. Ich sehe Bilder beim Lesen. Das liebe ich so. Vielen Dank, dass du das teilst.
AntwortenLöschenDanke, liebe Rania 😘
LöschenWie immer sehr Interessante Gechichten liebes ,hat mir gefahlen ♡♡♡
AntwortenLöschenDanke, Liebes. Und Glückwunsch zur Mutterschaft am 14. Juli. Dem Nationalfeiertag der Franzosen 🇫🇷
LöschenSehr schöne Geschichte
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