Sonntag, 21. Januar 2018

Luciah 2018


Es bestand Klärungsbedarf. Luciah hatte Geschichten veröffentlicht, die viel verrieten und doch erst wenig. Und das in einem Deutschland, dass sich immer stärker mit Religionen und anderen Kulturen auseinandersetzen musste und es auch tat. Der Umbruch durch die Digitalisierung ging so rasant voran, dass diese Frau als spirituelle Autorin mit ihrer Arbeit plötzlich zurückschrecken wollte.

Sie hatte Angst davor, Obhut und Schutz zu verlieren. Auch weil sie nicht mehr so viel schlief, wie früher, so hatte ihr Gott die Notwendigkeit gesehen, sie in diesen frühen Morgenstunden mit seinem goldenen Ferrari wieder abzuholen, damit sie ihn in ihren Träumen erleben konnte.

Der Ferrari war schon leise und langsam den schmalen Weg zum Bungalow hinaufgefahren, bevor sie einstieg. Es war sehr warm darin. Auch die Nacht war ungewöhnlich mild im Januar des neuen Jahres. Sie grüßte den Fahrer freundlich und sah ihn direkt dabei an. Das hatte sie bisher immer vermieden. Nun konnte sie nicht anders. Sie war doch jemand. Und er erst.  Für einen Moment schlupfte das Draußen in das Innere des Wagens. Dann sitzend bei ihm senkte sie sofort den Blick. Der Ferrari blieb noch stehen. Rauch qualmte in der Nachbarschaft aus einem Haus hervor. Rundherum Feuerwehr und ein Krankenwagen. Da wollte Luciah nicht hin. Das Auto setzte sich in Bewegung. Ohne das Tempo schnell zu erhöhen, bog es leise und schleichend durch die nachbarschaftlichen Gassen. Luciah atmete tief durch. Einige wenige Schaulustige waren um den Brandherd versammelt. Aus den Hochhäusern wurde bestimmt von dem einen oder anderen wachgewordenen Menschen fotographiert. Luciah fragte sich, ob man den Ferrari denn sehen würde, wenn man ihn schon kaum hören konnte, weil er heute ungewöhnlich leise und langsam war? Gott schien das nicht zu interessieren, er war ja überall. Er gab ihr aus einer kleinen Tasche einen Schreibblock und einen Stift in die Hand. "Nanu".dachte sie..."kein Laptop, kein Tablett...". Und dann fing sie an zu schreiben und zu schreiben, während Gott das Wohngebiet umkreiste, durch das nahegelegene Waldstück fuhr bis zum Flughafen, wo er stehen blieb. Gott sah wie Luciah auf das Papier schrieb ohne vom Flughafen Notiz zu nehmen. So drehte er wieder langsam, um zurückzufahren. Und Luciah schrieb und schrieb. Als der Block voll war, nahm Gott ihr ihn wieder sanft aus den Händen. Nicht, dass sie heute Abend viel gesprochen hätten. Nein. Eigentlich gar nicht.

Als Luciah aufwachte, erinnerte sie sich an ihren Traum und dass sie den Block im Wagen zurückgelassen hatte. Dann stand sie auf, duschte, frühstückte, nahm ihre Visitenkarten und machte die Tür nach draußen auf.
***

Zwei ausgewählte Filmbeispiele zu Religionen und Kulturen:

13.Januar 2018
http://www.ardmediathek.de/tv/engel-fragt/Engel-fragt-Spezial-Malvina-Diaa-und/hr-fernsehen/Video?bcastId=41202802&documentId=49134970

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Anmerkung: Antwortbrief von der ZAPP-Redaktion auf die Anfrage unten:
21.Januar
Sehr geehrte xxx,


vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen bezüglich unseres Filmes über des Streit um die Kika-Doku "Malvina, Diaa und die Liebe". Wenn ich Sie als Gebührenzahlerin enttäuscht habe, tut mir das aufrichtig leid. Dass Sie sich um die Pressefreiheit sorgen, hebt Sie von der Masse der anderen Schreiber ab, deren Briefe ich heute Nachmittag beantworte. 

Glauben Sie mir, ich habe nichts unterschlagen wollen. Wir können nur in diesen (zeitlich) begrenzten Fernsehberichten nicht auf alle Aspekte des Streites eingehen, wie das Zeitungskollegen oft können, die einfach mehr Platz haben. Ich habe mich konzentriert auf den Streit um das Alter, den Vornamen und den Like auf der Facebook-Seite von Pierre Vogel. Wir wollten mit dem Film eigentlich zeigen, wie eine Medienlawine ins Rollen gerät, an deren Ende Morddrohungen ausgesprochen werden und das junge Paar unter Polizeischutz gestellt werden muss. Davon sollte unser Film in einem Medienmagazin handeln.

Jetzt beantworte ich den ganzen Tag Zuschauerbriefe, die uns alle vorwerfen, dass wir uns mit einem Salafisten gemein machen. Ihr Brief hebt sich davon wohltuend ab!

Wenn ich nächstes Mal mehr Zeit bekommen, hätte ich auch noch diese unbedachte Äußerung des jungen Mannes aufgenommen.

Bleiben Sie uns gewogen und eine kritische Zuschauerin!

Mit freundlichen Grüßen

Gudrun Kirfel


NDR Fernsehen
ZAPP - das Medienmagazin
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
www.ndr.de/zapp


Betreff: KiKaGate

Nachricht:
Sehr geehrte ZAPP-Redaktion,

auch Sie sind nicht auf den Scherz des jungen Mannes Diaa eingegangen, er wolle Deutschland islamisieren mit Hilfe Allahs. Warum nicht? Ich mache mir Sorgen um die Meinungsfreiheit und die Aufklärungspflicht der Medien. Ich bin im Saarbrücker Fairen Handel, bin Informationswissenschaftlerin, habe ein multi-kulturelles Umfeld und schätze den Islam auf meine Weise sehr  www.marinapaulaluciah.blog.
Hier mache ich mir aber ernsthaft als Bürgerin Sorgen um Pressefreiheit.

Wenn Sie deshalb noch nicht kommentiert haben, weil die jungen Menschen Schutz brauchen, bitte teilen Sie mir mit, wann Sie diesen Scherz aufklären möchten.


Mit freundlichen Grüßen

Zweiter Film: Junge Muslime in Deutschland lernen über den Antisemitismus in Ausschwitz

http://videos.huffingtonpost.de/video-junge-muslime-besuchen-das-ehemalige-konzentrationslager-ausschwitz_id_8266946.html?fbc=fb-shares

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Danke an Mila Marquis, Hamburg, für die Verwendung ihrer Illustration



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"Der Herr lädt dich heute ein, mit ihm durch die Stadt zu ziehen, deine Stadt. Er lädt dich ein, sein missionarischer Jünger zu sein." Papst Franziskus 22 Januar 2018, Twitter

Antwort an den Papst von Karine Keller:

Ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach : Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! Jesaja 6,8.


Samstag, 30. Dezember 2017

Marina - Zwischen der Zeit #foodporn



Marina bekam die Blumenwiese.

Die japanische Goldmakrelenstücke zwischen der grünen Soße, den Blumenblüten, dem Miniklee und dem Gemüse schmeckte geschmeidig und gleichzeitig etwas wulstig auf der Zunge. Die gelähmte Frau verschob den Blumenkübel auf dem Teller mit ihrer Gabel, "Ich räum jetzt mal die Pflanzenschale ab", dachte sie, bevor diese in ihrem Mund verschwand. In ihrer Auswahl befand sich ein ganzer kleiner Garten zusammengesteckt wie in einer Playmobilwelt oder der Welt von Barbie, die es mittlerweile im XXL-Format gab. Das hätte dazu gepasst. Alles war so liebevoll arrangiert worden. Vielleicht mit Miniaturbesteck oder mit feinen Pinzetten.
Dann warf sie ein Beet mit lila Blumen um.




Dahinter steckte ein Koch voller Leidenschaft, der das Glück und die Freiheit sowie seine Familie ganz oben in seinem Leben rangieren ließ. Seit vielen Jahren kochte er in einem Schloß in Marinas Nähe. Dennoch dauerte die Fahrt durch die Winterlandschaft am Abend fast eine Stunde. Es gab Schneeregen und teilweise war der Belag auf den Straßen matschig vom Tauwetter. Es war Daniels und ihr Hochzeitstag. Und außerdem war das Abendessen bei dem Sternekoch ein Geburtstagsgeschenk für ihren Mann gewesen. Marina erinnerte sich nicht daran, jemals geplant zu haben, so aufwendig und kostspielig essen zu gehen. Obwohl sie und ihr Mann den Koch aus den Medien kannten, hatte sie ihr Weg noch nicht dort hingeführt. Ja, in die benachbarte Scheune, wo man wesentlich günstiger essen konnte, waren sie zu Weihnachten schon einmal gewesen.




"Nenn es nicht so!" Daniel fand den Begriff nicht angemessen. "Du wertest das Essen ab." Marina wehrte sich. #foodporn war doch mittlerweile ein gängiger Ausdruck für die genüßliche Völlerei und Bilder vom Essen in den sozialen Medien geworden. Während beide so am nächsten Morgen am Frühstückstisch saßen, wollte Marina noch nichts essen. Essen ging bei ihr zwar immer, aber sie träumte noch ein bißchen den Genußwolken des Vorabends nach.  Nur beim geschätzten zehnten Gang, dem Cafe Gourmand mit seinen vielen gedeckten Süßigkeiten, da hatte sie gestreikt. Aber die lebensfrohe Chefin des Hauses hatte es sich nicht nehmen lassen, diese für Marina  mitzugeben. Die standen nun neben einer kleinen Glückwunschtorte, die es auch noch am Schluß gegeben hatte, im Kühlschrank. "Diese ist für einen schönen Nachmittagskaffee gedacht", gab die charmante Frau vor.


"Die müssen hier schon gut kalkulieren", so die Ansicht der beiden neuen Gäste nach dem Menüspektakel. So viel Personal. So viele Aufmerksamkeiten. So ein sorgfältig zubereiteter Genuß, der kurze Zeit später auf einer Zunge verschwand. Gaumenfreude pur. Können pur. Wertschätzung, die garantiert war, weil das Essen und die Getränke eine besondere Güte hatten und das viele Geld wert waren.

Es gab Menschen, die legten darauf keinen Wert. Denen schmeckte gute Hausmannskost.  Aber Marina wollte am Morgen danach nichts essen. Nicht die Gedanken an den Geschmack verlieren, den das mehrgängige Menü gehabt hatte. Jedes einzelne Gericht noch mal auf den Bildern nachempfinden. Es versuchen, zu riechen. Wieder in der Phantasie zu schmecken. Die schönen Gedanken daran hinauszögern. 

Daniel wollte einkaufen gehen. Schließlich war bald Silvester und Neujahr. Marina, die dafür im Moment keinen Sinn hatte, rief ihre Mutter an. Diese kochte sich gerade Rindermettwürstchen. Mit Weißkohl und Salzkartoffeln dazu. Auch gut. Marina gab die Zutaten des Mittagessens weiter an Daniel. Das wollte sie morgen dann kochen. Aber niemals dabei vergessen, was sie an ihrem Hochzeitstag an außergewöhnlicher Kochkunst gehabt hatte. "Das können wir nicht jeden Monat machen", sagte Daniel und hielt sich die Hände an den Bauch. "Ich habe ein Kilo zugenommen."

"Wir sind mit dem König von Thailand befreundet", erzählte die beredete Restaurantfachfrau am Nebentisch. Sie war einer Auszeichnung nach Mrs. Feel Good im Hause ihres Mannes, dem Spitzenkoch. Zuhause war sie die Chefin, wie sie zugab. Von ihr konnte man viel erfahren. Ja, wer ein guter Koch war, der konnte um die ganze Welt reisen und sogar für Könige kochen, besondere Genüsse in fremdländischen Küchen kennenlernen und diese als exotische Rezepte mit passenden Zutaten nach Hause nehmen.

Nein, auch Marina brauchte das nicht alle Tage. Aber da steckte ein anderer Sinn dahinter. Sich verwöhnen lassen und es sich gut gehen lassen, war wichtig. Sich selbst etwas im Trubel der Zeit wert sein. Selber voranzugehen. "Nächstes Jahr werde ich angreifen", sagte Marina zu ihrem Mann beim Tischgespräch. Obwohl sie von den Speisen so begeistert war und sie ihr gut gefallen hatten, konnte sie diesen Gedanken fassen. Während der vier Stunden gemeinsamer Zeit im Restaurant drehte sich das meiste um die vielen Köstlichkeiten, die als Vier-Gänge-Menü mit Prolog von Paris bis Tokio in der Karte ausgeschrieben waren.

Zu Weihnachten hatte die Frau im Rollstuhl viel an andere gedacht. Geschenke gemacht. Jemanden beglückt, der sich Babysachen für die bevorstehende Geburt eines Mädchens wünschte. Einmal hatte sie mit dieser Frau zwei Menschen einer Gruppe junger afrikanischer Künstler beherbergt und man hielt den Kontakt über Facebook seit Jahren aufrecht. Die Frau war froh über das Geschenk. Und Marina auch, dass sie Gutes tat.

Und weil es Glück war - pures Glück - kam es auch wieder zurück in diesen Tagen. Kurz bevor Marina und Daniel, sich auf den Nachhauseweg vom Schloß begaben, hatte Marina aus Afrika ein Gebet gesendet bekommen. Es war von einem Künstler, der Bronzefiguren herstellte von denen Marina zwei besaß: eine lesende und eine tänzelnde Frau. 

Bientôt ta famille te dira: je suis fier de toi.
Tes amis diront: nous sommes fier de toi.    
Tes camarades diront: si nous pouvons être comme toi...
Tes ennemis diront: tu as un dieu puissant. Quand ta gloire explosera, 
la mort précoce ne te touchera pas. Tu vas exceler d'une classe à l'autre. 
Ta génération sera pleine de santé et de richesse dans le puissant nom
d' Allah. Ne sois pas égoiste et envoie cette prière aux personnes que tu aimes 
comme moi je le fais pour toi.


Und da wußte sie, woher dieses Geschenk für das beste Essen vom Koch des Jahres 2018 in Deutschland kam. "Danke", konnte Marina nur stammeln über das strenge und harte Gebet. Und ihr Selbstwertgefühl stieg. #foodporn






Hochzeitstag - die aufmerksamen Gastgeber


(Bei Übersetzungswunsch des Gebetes: bitte translate auf englisch den Gesamttext übersetzen lassen, dann zurück auf deutsch angeben)


Am 10.Januar lief in der ARD eine Dokumentation über das beste Restaurant der Welt - das Noma in Dänemark. Augen auf. Herz auf. Mund auf. Staunen.

Nur bis zum 17.Januar 2018 in der ARD-Mediathek

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Herzliche Weihnacht - Marina, Paula, Luciah

War is Over - Gemeinsam mehr bewegen


"Wenn Du es wirklich willst, ist der Krieg vorbei...."
"Hast Du alles getan...ein Jahr geht vorüber, ein neues fängt an"
"Hoffentlich wird es ein gutes ohne Angst und Gefahr"
"Für die Armen und Reichen braucht es einen neuen Vertrag"
"Eine herzliche Weihnacht und ein glückliches Jahr"
....

Paula hatte Schmerzen in den Beinen.

Benedict lag im Altersheim mit dem Norovirus und es herrschte Besuchsverbot.
Er weinte und zeigte sein schmerzverzerrtes Gesicht ohne Tränen, wenn Raphael zu ihm kam. Soviel ließ sich von seinem Gemütszustand erkennen.

Paula hatte nicht alles getan.

Für 2018 hatte sie sich versprochen, ihre vorhandenen Kräfte nochmal zu mobilisieren und nichts einfach so verstreichen zu lassen, was wichtig war.

Luciah wollte ihre diesjährige Weihnachtsgeschichte über Flüchtlinge schreiben.

Bei der Recherche hörte sie die Rede des Außenministers Sigmar Gabriel auf dem SPD-Parteitag, der sie nur zustimmen konnte. "Wir brauchen weniger traumatisierte Flüchtlinge, dafür mehr Menschen, die wir gut in Deutschland ausbilden, damit sie später wieder in ihrer Heimat arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen können," dachte sie.




Marina fühlte sich gut mit Murielle.

Wenn Murielle kam und half, ging die Sonne auf. Die beiden Frauen verstanden sich auf Anhieb und die liegengebliebene Arbeit erledigte sich schnell. Murielle, das ruhige und kluge Mädchen, wusste meist, was und wie Marina es haben wollte und man hatte bei der Arbeit Spaß, weil beide so gut harmonierten."Eine sehr bereichernde Hilfe ist sie", sagte Marina über das Mädchen aus Kamerun und war froh, dass sie Murielle ein Jahr lang den Job frei gehalten hatte, als diese im benachbarten Frankreich ein Jahr studieren konnte.




Man schrieb das Jahr 2017

Eine wesentliche Erkenntnis war, dass Marina ein Leben der Fülle hatte, sobald das Handy in ihren Händen war oder sie den Computer öffnete. Mit den Besten in seinem eigenen Leben konnte man direkt Kontakt aufnehmen oder Fremde und Neues einfacher und leicht kennenlernen.

In Frankreich wurde im Mai Emmanuel Macron zum Präsidenten gewählt. Das hatte auch Paulas Leben verändert. Wohnte er doch in dem kleinen Ferienort Le Touquet, den Paula seit zwanzig Jahren kannte. Wenn sie jetzt nur den Namen des Franzosen erwähnte, fingen Menschen an, genauer bei ihr hinzuhören. Anfangs machte Paula das glücklich, aber sie verfolgte es nicht richtig. So konnte sowas auch zur Last werden. 2018 aber bitte nicht mehr.


Le Touquet 2005

Luciah ging einkaufen, um mit ihren Kindern Plätzchen zu backen: Dieses Mal sollten es Lebkuchen, Cashewblättchen und Zitronentaler werden. Und wie ihr alles so angeboten und gezeigt wurde....ja es war ein Leben in Fülle.


Danke Euch Lieben auch für die Erweiterung des Horizontes in spiritueller Hinsicht durch Eure Wissensimpulse. 

P.S. Und weil es so schön ist, hier noch eine sehr gelungene Happy X-MAS-Version von unserem Hausmusiker und Freund Ricardo Angel-Peters vom 17.12.2017 in der Merziger St. Peter Kirche.




Herzliche Weihnacht 
und ein gutes neues Jahr 2018


Thank God it's Christmas - Queen

Samstag, 28. Oktober 2017

Marina - hört und sieht Lieblingslieder


Paris, Galerie Lafayette, November 2017



Etienne Daho - Le Premier Jour, Paris 2009 




Robbie Williams  My Way, Albert Hall, London 2001




Robbie Williams and his Father, Sweet Caroline, Düsseldorf 2017


Eine schöne Vorweihnachtszeit

Dienstag, 5. September 2017

Luciah - there is a fresh walk

to the moon and further on...





Es war Happy Sonntag. Aber Luciah hatte keine Gelegenheit zu ihrem Mann Enrico zu fahren, der an einem Laufwettbewerb mit einem Freund teilnahm.




Sie hatte genügend Arbeit mit einer bevorstehenden Konferenz (www.quattrofair.org). Und nach ihrem samstäglichen Ausgang mit einer Freundin, hatte sie sich wieder an die Arbeit gesetzt. Sie wollte ihr kleines Seifenprojekt als Give-Away für den Kongreß beenden und designte mit ihren Möglichkeiten die Hülle möglichst nachhaltig. Die Seife war aus Karitébutter aus einer Frauenkooperative aus Burkina Faso und heimischen Kräutern wie Ringelblume, Leindotteröl, Quellwasser, Weihrauch usw. entstanden und duftete nach Orange. Im letzten Moment hatte sich Luciah gegen Vanille und Rose entschieden. Es war draußen heiß gewesen, als die Seife in einer regionalen Küche hergestellt wurde und die ursprünglichen Duftzusätze rochen einfach für ein international zu erwartendes Publikum zu lieblich. Was für ein Glück. Der Duft, den das kleine Stück um die Welt etwas zum Besseren zu gestalten, beim Anfassen an den Händen hinterließ, prickelte in der Nase.



Und jetzt am Morgen war Luciah nicht ganz bei sich, obwohl sie Komplimente für ihre nächtliche Arbeit von ihrer Freundin per whatsapp bekommen hatte...there is a fresh walk...

Sonntags arbeiten....nicht bei der Familie sein. Mit vielen anderen Dingen beschäftigt sein. Ging eigentlich nicht. Luciah versuchte das zu meiden. Das Essen war mies am vergangenen Abend im Restaurant gewiesen. Enricos hatte nach nichts schmeckende Nudeln mit Schweinemedaillons als Upload fürs Dauerjoggen bekommen und ein Blick in die Küche auf die gestressten Gesichter und den Schmutz hätten auch verraten warum. Manche Leute waren auch am Wochenende einfach überarbeitet und das war nicht gut....
Elf Prozent der Bevölkerung arbeitete mehr als 48 Stunden in der Woche, vor allem Selbständige und Ältere. Das waren viele.


Luciah wollte was ändern. Sich ablenken. Sie war zum Essen eingeladen an einem der letzten schönen Abende im August. Mitten in der Woche. Das tat gut. Etwas Pause machen.


Irgendwann hatte sie sich die Regeln auferlegt, am Wochenende nur für ihre Familie dazu sein. "Ich bin da. Ich bin hier"
Aber das Leben zerfloß so, wo jeder das tat, was er wollte. Natürlich gab es Rituale, aber sie waren seltener geworden. Zurück zu ihnen. Viele Menschen waren einsamer geworden, weil sie dachten, ihnen fehle etwas, was andere wohl besaßen. Oder sie konnten nicht genau definieren, was fehlte. Aber sie spürten Mangel. Dabei war das Leben jeder Moment. Und der war voller Möglichkeiten. Den Tisch decken, den Tisch abdecken. Das Brot aufschneiden. Sitzen bleiben. Andere es tun lassen. Meditieren. Und und und.  Das Leben war Abwechslung. Bei Pflicht und Kür zeigte sich seine Qualität.  Die Suche nach dem Glück war müßig. Die Suche danach war das Glück schon an sich.

...das Glück findet dich...

Glück bedeutet auch über den Tellerrand hinausschauen zu können. Wissen wir eigentlich wie gut es uns allen hier geht? Hier ein Beispiel einer Musicalperformance, die hilft, die Sicht auf das Leben von Jugendlichen zu verändern. Am 14. September wird sie wieder in der Saarbrücker Kongreßhalle aufgeführt.



(Fortsetzung folgt)

Sonntag, 20. August 2017

In ganz eigener Sache

Ich möchte Euch die Facebookgruppe #ichbinhier ans Herz legen. Beim Fest des Bundespräsidenten am 9.September wird sie in Berlin vertreten sein und sie hat schon einen Grimme Online Award bekommen.

Ehrenamtliche engagieren sich darin gegen Haßrede im Internet und stützen sich gegenseitig. Da ich in den Medien unterwegs bin - mehr als mir eigentlich lieb ist - erfahre ich dort eine andere, eine neue Art der Kommunikation und einen bewußteren Umgang mit Medien. Keine Oberflächlichkeit wie sie sonst so an den Tag gelegt wird. Es wird - nach vernünftigen Prinzipien - ehrlich Tacheles geredet und z.B. wird am Abend nach einem Post die Kommentarfunktion dicht gemacht. Man soll sich stärken für die am anderen Tag zu bewältigenden Aufgaben. Wunderbar. Keine 24 Stunden Pr/Taktik im Netz.

Am 1. September ist Eid al adha. Das muslimische Opferfest. Das Fest ist vergleichbar wichtig wie Weihnachten. Der Hintergrund ist die Geschichte um den Stammvater der 3 Religionen, Abraham, und der Bereitschaft seinen Sohn zu opfern. Wer die Geschichte kennt, weiß, dass es im letzten Moment verhindert wurde. Warum wird das erzählt? Nach den Schriften heißt es, wenn immer Gott zu Abraham sprach und ihn bat etwas zu tun, antwortete dieser : "Ich bin hier".

Wenn wir ein neues Bild von der Welt haben wollen, müssen wir im Alltäglichen daran arbeiten. Was uns hemmt, überwinden. Gegenseitig voneinander lernen. 

Dieser Einsatz der Facebookgruppe - gerade jetzt im Wahlkampf - ist unermüdlich. Wenn Ihr Zeit habt, bitte unterstützt sie.

Hier geht es noch zu einem wichtigen Link zum Thema.


Danke.

Wie gut der Zusammenhalt ist, zeigt sich auch in sich anschließenden Gruppen wie #ichtrinkbier oder #happyplace, wo man mal unter sich entspannen kann. Auch kommen mittlerweile die realen Stammtischtreffen in verschiedenen Regionen vor. In Saarbrücken wurde sie im letzten Jahr von bei uns organisiert. Weitere folgen.



Donnerstag, 29. Juni 2017

Marina - Konsum


Ein paar Monate waren vergangen und Marina hatte "Licht" ins Dunkle hineingebracht (siehe Osterpost). Kritisch hatte sie sich selbst hinterfragt, warum einiges mit der Nachhaltigkeit nicht geklappt hatte, so wie sie es für sich gedacht hatte.

Menschen hatten mittlerweile so viel Wissen und viele befürchteten den Kollaps der Erde, wenn wir nicht endlich aufhören, weiter zu konsumieren und Ressourcen zu verbrauchen wie bisher.

Am 29. Juni 2017 gab es dazu auf 3sat einen ausführlichen Themenabend, der aufklärte und auf den Stand der Zeit verwies mit vielen Beispielen aus unterschiedlichen Richtungen.

3sat - Scobel 29.6.2017 Themenabend Konsum

Und Marina?

Marina war versöhnlich gestimmt. Ende Juni wurden Sendungen zu Konsum und Müll in 3sat ausgestrahlt ( siehe oben scobel mit Wirtschaftsethiker Ludger Heidbrink und Konsumforscher und Historiker Frank Trentmann).

Herrn Trentmann mit seinem Buch „Die Herrschaft der Dinge“ hatte sie Anfang des Monats in ihrer Heimatstadt nach seinem Vortrag über Konsum und seine Geschichte kennengelernt.




Nun machte sie den Fernseher aus. Über ihren Laptop konnte sie das, was sie weiter interessierte, vertiefen und reflektieren.

Das Wichtigste des Themenabends vorweg: Konsum und konsumieren sind unterschiedliche Dinge. Beim ersten stehen das Kaufen und Besitzenwollen sowie das Haben im Vordergrund, beim Konsumieren das Verbrauchen und Gebrauchen des Gekauften.


Heute im Supermarkt hatte sie gezögert – nach ihrem Friseurbesuch – die Kurpackung zu 95 Cent zu kaufen. Angeraten von der Friseuse wurde es ihr, Kokosöl für ihre trockenen Spitzen würde es vielleicht auch tun. ABER DAS WAR NICHT SICHER. Um sprödes Haar in den Griff zu kriegen verließ sich lieber auf Experten als auf die Natur. WAR DAS NICHT DUMM? Sie hatte das Öl einmal ausprobiert und am Tag danach sah ihr Haar fettig aus und sie musste es wieder waschen. HIERFÜR bräuchte sie den Rat eines Experten und nicht jenen im Supermarkt in Form einer Packung Kurspülung.

Marina war erleichtert. Konsumieren. Ja, das war gut. Das war wie den ganzen Tag putzen und seinen Besitz wieder neu zu entdecken und zu erleben. Um anschließend besser darin zu leben, zu kommunizieren, Gäste einzuladen, zusammen zu sein und vielleicht zu feiern...

....die folgenden Anmerkungen werden den Lesern gerne persönlich weitervermittelt...



Sonntag, 16. April 2017

Marina - Zu Ostern 2017



1988 Upcycling, was nicht weiß war, wurde weiß gemacht. So ziemlich alles. Und weil der schon betagte Fernseher kaputt ging, wir aber an ihm hingen, haben wir ein Bild darüber gehängt. War ja viel schöner. Das Kissen haben wir bei Mama gefunden. Es war fast zwanzig Jahre vorher das Paradekissen für den Kinderwagen. War es früher besser?


Marinas Ostergedanken zum Artikel der Nachhaltigkeit in Süddeutsche Zeitung vom 14.April 2017

Deutschland - Land der Umweltheuchler



Marina überlegt, 
warum mit vollerem Geldbeutel 
nachhaltiges Handeln nicht einfacher ist

Hier ihre Stichwortliste in ihr Tagebuch
  • -        Gewohnheiten / Eingefahrene Verhaltensmuster
  • -        Unterschiedliche Lebensumstände wie Alter, Einsamkeit, Behinderung, Krankheit
  • -      Lebensumstand: Beruf !
  • -      Auch christliche Grundeinstellung: "Ich will, dass Ihr ein Leben in Fülle habt"
  • -        Umgebung sozialer, regionaler Art
  • -        Luxusgüter sind oft noch nicht nachhaltig
  • -     Billige, nicht nachhaltige Angebote
  • -     Günstige Transportkosten von Waren und Personen
  • -     Bequemlichkeit, Lethargie
  • -     Resignation
  • -     Menschen suchen den Kick beim Einkaufen
  • -     Menschen suchen nur Schönes und Passendes
  • -     Menschen haben übertriebenen Anspruch durch das riesige Angebot
  • -     Menschen sind verwöhnt durch Überangebot
  • -     Auf schnelles Denken folgt schnelles Handeln
  • -     Aufbau des Internets nach günstigem und (möglichst schnell) verfügbarem Angebot
  • -     Immer einfachere Bestell- und Abrechnungsmöglichkeiten im Netz
  • -        Geld für Verlockungen auszugeben geht schneller anstatt sinnvolle Investitionen zu suchen
  • -        Nachhaltiges Handeln braucht mehr Zeit als in der Schnelllebigkeit zu handeln
  • -        Mehr Geld bedeutet mehr Möglichkeiten falsch zu investieren
  • -     Schnellerer Verzehr von Gütern als bei Sparern
  • -        Menschen arbeiten lieber, ihren vorhandenen Reichtum zu sichern, denn
  • -        Umzudenken ist schwierig
    • o   aufgrund von mittlerweile Informations- und Reizüberflutung d.h.
    • o   mangelndem Focus des Einzelnen
    • o   aufgrund immer noch mangelnder Angebote
    • o   und dazugehörender mangelnder Informationstransparenz
    • o  Gruppenübergreifendem Zusammenhalt
    • o aufgrund zu wenig gezielter Information zu einem Thema
  • -        Fehlen konkreter Handlungsorientierung durch die Gesellschaft, da
  • -        Umerziehung Training und Austausch braucht
  • -        Fehlende Sicherheit, dass NH und Gedanken dazu zukünftig satt und zufrieden machen
  • -     Individuelles Glücksbestreben
  • -     Glücksmaximierung innerhalb von Familien
  • -      Wenige mögen sich privat Beschränkungen auferlegen
  • -      Erwachsene wollen nicht wie Kinder mit erhobenem Zeigefinger behandelt werden
  • -      Sicherheitsgedanke versus Risiko z.B. bei einem Umzug mit verbundenem Ortswechsel
  • -    Eingebundensein in Alltagsverpflichtungen
© Heike Zimmermann



Beim Notizen machen muss sie immer wieder an dieses Video von Jay Shetty denken, das sie neu aufstellt, neu denken läßt und gut tut. Denn die Uhr zurückdrehen? Ist das möglich? Innerhalb eines Lebens? Wohl kaum. Angesichts des immensen gesellschaftlichen Fortschritts? Wie geht es weiter?

Aber Marina konsumiert wieder langsamer und verlangt sich mehr ab im täglichen ganzheitlichen bewußten Handeln. Wägt ihre Entscheidungen stärker ab. Braucht mehr Zeit dafür. "Weniger ist mehr," denkt sie. Und fügt hinzu: "Manchmal". Und ihre Liste würde sie fortsetzen.

Hier ein modernes Beispiel zu dem, was Marina früher machte. Mit schönen Bildern.

Retuna Upcycling Einkaufszentrum in Schweden



Montag, 16. Januar 2017

Luciah - Alles Zufall?




Und plötzlich überkam Luciah ein Gefühl der totalen Ruhe....keine Aufregung, keine Anspannung, gar nichts. Sie war im Reinen. Jeder konnte denken, was er wollte. Stille.

Ihr Drucker funktionierte nicht, um den Kommentar im Netz, zu dem sie Stellung nehmen wollte, auszudrucken.

Sie hatte die Beiträge von Paul Watzlawick, Peter Brugger, Quantenphysiker Anton Zeilinger, Daniel Kahneman im Internet gehört und gelesen, die in den Kommentaren zu einem Artikel über Alles Zufall? in der ZEITonline genannt wurden.

Alles Zufall, zeitonline vom Malte Henk 12. Januar 2017, 3:08 Uhr Editiert am 15. Januar 2017, 7:55 Uhr DIE ZEIT Nr. 1/2017, 29. Dezember 2016 167 Kommentare

Sie versuchten die Geheimnisse des Lebens zu entzaubern und anstatt nach oben zum Duschen zu gehen und danach einen Krankenbesuch zu machen, zog Luciah die Decke über den Kopf und schlief in ihrem Schlafzimmer ein.

Wenn es nur Zufall war und keinen Gott dahinter geben durfte, fehlte ihr der Antrieb und die Motivation ihr eigenes Leben so zu gestalten, wie sie es brauchte und wollte. So wie es mittlerweile war.


"Sich sammeln. Ganz wichtig, um neue, andere, weitere Dinge, die einem tatsächlich wichtig sind, anzugehen. Abstand nehmen. Sich nicht mehr vereinnahmen lassen von etwas, was einen auf den ersten Blick anzieht (Kahneman). Zu sich selbst und seinem Kreis zurückkehren. Wieder mehr selbst sein."

Später rief ihr Mann Enrico an, er schenkte ihr heute genau 16 Minuten seiner Zeit, weil er beruflich unterwegs war.

"Soll ich dir den Link zu dem Artikel und meinem Kommentar geben?" 
"Ja, dann mach mal." 
Die Kinder waren gerade zusammen nach Hause gekommen und beschwerten sich über die schlechten Verkehrsanbindungen. 
"Die Leser haben auf meinen Blog zu gegriffen, soviel Traffic hatte ich noch nie auf meiner Homepage." 
Luciah's Webseite war über den Nutzernamen recherchierbar und ein Leser hatte wunderschön geantwortet, dass er ihren Kommentar, nachdem er Geschichten von ihr gelesen hatte, verstanden hatte.

"Die Welt ist so schrecklich geworden", beschwerte sich Luciah gegenüber Enrico. 
"Manche geben zig-Kommentare ab, nur um ihre Meinung kundzutun oder andere in Frage zu stellen." 
"Haben die denn nichts anderes zu tun?" , fragte sie sich eher selbst. 
Was waren das für Menschen? Wie verdienten sie ihr Geld? Waren sie in Rente vielleicht schon? Nein, da wollte sie nicht mitmachen. 

Andererseits hatte sie soviel spirituelles Wissen in den letzten zwanzig Jahren angehäuft, dass es Zeit wurde, damit raus zu gehen...

"Jeder kann seine Meinung kundtun", war Enricos Antwort.


Die komplexe Welt des Internets hielt jede Art von Wissen per Video und Link parat. Tatsächlich hatte sich Luciah schon gewundert, warum niemand die Hirnforschung bei der Erklärung von Zufall und die Gedankenprozesse darüber hinzugezogen hatte. Damit hatte sie sich schon beschäftigt und Erklärungen gefunden. Nicht alle konnten und sollten spirituell denken. Mit dem Vortrag von dem Neuropsychologen Brugger war auch dieses im Netz etwas entzaubert worden. 

Luciah gefiel das nicht. Viel von ihrem Wissen, hielt sie noch in ihren Schubladen im Verborgenen und das war gut so. Sie, die Zeit und die Umstände waren noch nicht reif dafür gewesen. Vielleicht wurde das jetzt anders. Das konnte sie nicht wissen. Immer nur schrittweise erspüren, erahnen, sehen und erleben. Sie war glücklich im Hier und Jetzt. Das Leben hatte sie schon arg genug gebeutelt.

Luciah lebte ihr spirituelles Leben und so hatte sie zur Kenntnis genommen, dass sie während dem Vortrag des Neuropsychologen von einer Facebookfreundin mit Anfragen nach ihrem Befinden abgelenkt wurde und deshalb diesem nicht ganz folgen konnte... 

Peter Brugger "Neuropsychologie des magischen Denkens"

Aufgeregt hatte sie sich auch, weil Daniel Kahneman genau bestätigt hatte, was sie dachte. Leute schleudern auf dem ersten Weg ihre Informationen einfach so raus. Erst dann im zweiten Schritt werden diese logischer und überdachter...

Enrico war immer noch am Telefon und hörte zu. 
"Ich weiß" "Ich kenne Kahneman" 
"Du kennst Kahneman?" 
"Ja" 
"Mir war der Nobelpreisträger kein wirklicher Begriff, bis ich ihn jetzt recherchiert habe" "Sein Buch interessiert mich..."

Man musste nicht alles wissen. Und man brauchte sich dafür nicht zu entschuldigen. Alles kam zur rechten Zeit, wusste Luciah und so hatte sie, die Dinge mit dem Zufall und der Quantenphysik auch auf sich ruhen lassen, nachdem sie sich damit vor einiger Zeit beschäftigt hatte (siehe Paula - Im neuen Jahr)

Da war ihre andere Arbeit für den Fairen Handel, die große Internationale Konferenz Mitte September in ihrer Heimatstadt. Im Radio würde sie später hören, dass acht Milliardäre genauso viel besitzen wie die Hälfte der Menschheit. Das hatte Oxfam herausgefunden. Es gab so viele sinnvolle Probleme zu lösen und wie sagt W. im Video, wenn er über einen Sufi erzählt, der nach seinem Tod bei Gott war...

Paul Watzlawick ab 40:10 bis zum Schluß


Ja, so war das...es ging nicht um das Lüften der letzten menschlichen Geheimnisse und das häufig leider nur von Männern angeführte rationale Denken und Entschlüsseln darüber. Es ging darum, auf einem liebenswerten und wertvollen Ort auf Erden zu sein, der täglich nährte, ohne den Menschen zu erschöpfen.

"Ja Kahneman kenn ich", sagte Enrico zu Luciah. 
"Es geht um schnelles und langsames Denken", so viel wusste Luciah ja bereits. 
"Ja, das Buch hab ich..." 
"DU hast das Buch?" Luciah glaubte Enrico doch noch nicht genau zu kennen und war erstaunt. Sie sah doch, wenn er mal las, welche Bücher sein Interesse widerspiegelten. Und die waren doch so anders, als die ihrigen, Oder doch nicht?
"Ja, es liegt auf meinem Nachttisch." 
"Auf Deinem Nachttisch?" Luciah wurde immer erstaunter. 


Als das Gespräch beendet war, rollte sie auf Enricos Seite. Auf dem Nachttisch lagen drei Bücher, Romane und eine Englischlektüre. Sie öffnete die Tür unter der Schublade und nachdem sie ein weiteres gegriffen hatte, fand sie es. Eines von fünf. Eines von Milliarden Büchern auf der Erde. DANIEL KAHNEMAN. SCHNELLES DENKEN, LANGSAMES DENKEN.

Sie stand auf und ging duschen.


P.S. Anmerkung der Autorin

Kommen Ihnen diese Zufälle (siehe auch Marina - das magische Licht) doch sonderlich vor? Damit setze ich mich seit zwanzig Jahren auseinander. Ich lebe im Zustand der Einheit mit meinem Denken und biete Ihnen hierzu meine Perlengespräche und nicht veröffentlichten Geschichten an.





Sonntag, 25. Dezember 2016

Marina - Das magische Licht

Das magische Licht

Heike Maria Zimmermann


Saarbrücken, den 22./23. Dezember 2016

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Wer die Kurzform lesen will, lässt das kursiv Gedruckte weg. Im Anhang Fotos



Allerorts sollte an diesem Abend ein Friedenslicht angezündet werden.
Die Menschen in Deutschland forderten sich gegenseitig auf, dieses gegen 20.00 Uhr in der Dunkelheit in ihr Fenster zu stellen.
Aber Marina würde nicht zu Hause sein. Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest war sie zum Geschenkeshopping mit ihrem Mann Daniel verabredet. Ein paar Dinge fehlten. Danach würden sie zum Essen gehen. Vielleicht um diese gemeinsam zu erlebende Zeit an einem Tisch bei Kerzenlicht sitzen, sich unterhalten, vieles Revue passieren lassen, aber auch noch das Fest etwas planen. Nein, das war nicht zu spät. Für Daniel genau der richtige Zeitpunkt sich den Kopf dafür frei zu machen und ganz bei Marina zu sein.
Natürlich war es eigentlich spät. „Ich habe die meisten Weihnachtsgeschenke schon“, sagte sie immer wieder schon Wochen zuvor zu ihrem Mann. Nur, das Problem war, dass er selbst noch keine gekauft hatte. Dabei hatte Marina an ihr Kind Océane gedacht, den alten Mann, der bei ihnen wohnte, ihre Schwiegereltern Harry und Helène. Auch ihre eigene Mutter war nicht zu kurz gekommen, nachdem man ein paar Tage zuvor auf einem weihnachtlichen Konzert gewesen war. Musikalische Momente, die gedacht waren zur Einstimmung auf das eigentliche Fest. Und Daniel war dabei gewesen, auch wenn die Hallentür hinter ihm aus Sicherheitsgründen direkt geschlossen wurde, weil er auf den letzten Drücker mal wieder erschien. Berufliche Termine eben. Es lief gut in diesem Jahr.

„Man sollte nicht zu solchen Großveranstaltungen gehen“, sagte Marinas Mutter und meinte damit das Sich-Aussetzen einer Gefahr. Océane, die mit von der Partie war, stimmte ihr eigentlich zu. Niemand hatte der Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin tagszuvor ohne Meinung und belastende Gefühle gelassen.

Dabei konnte Weihnachten so schön sein. Die selbst gebackenen Plätzchen waren alle schon aufgegessen. Marina, die dieses Jahr arge Schmerzen in den Beinen plagten, kam nicht nach, neue zu zaubern. Im Gegenteil, sie musste ihre Arbeit unterbrechen. So ruhte der Teig wie sie zwei Tage, damit es wieder besser ging. Seit sie im Rollstuhl war, ging alles nicht mehr so wie früher. Der Plätzchenduft hatte das Haus trotzdem gefüllt, die ausgestoßenen Schmandsterne waren mit Hagelzucker verziert, und ihr abwandelbares Grundrezept mit Rohrzucker und Rübensaft sollte folgen. Einmal tat sie Pinienkerne hinzu, ein anderes Mal Ingwer oder Zimt. Lecker. Kein Wunder, dass Helène bei ihrem Besuch schon vor Weihnachten zugriff und der alte Mann es ihr nachtat. Außerdem liebte auch Marina Plätzchen, halfen sie doch über manch trüben Gedanken hinweg.

Der Terroranschlag von Berlin mit dem rasenden LKW erweckte Erinnerungen an den Sommer. Daniels Jahresurlaub ging mit dem Fahrrad nach Nizza. Er und seine Mitfahrer hatten Spenden gesammelt, um den traumatisierten Opfern des Anschlags zu helfen. Nizza war eine sehr bewegende Sache geworden. Die tränenerstickende Stimme der stellvertretenden Bürgermeisterin, die teils auf französisch, teils auf deutsch sprach vor den Gedenkgaben hunderter Menschen, die Anteil vor Ort schon genommen hatten, machte Gänsehaut. Das hatte die deutschen Radfahrer und ihr Begleitteam, zu dem Marina gehörte, beeindruckt.

Kein Wunder also, dass viele Menschen kurz vor Weihnachten nach den Berlin-Ereignissen das Friedenslicht weitergeben wollten. Das Netz war voll von Aufrufen. Jeder schien also mitzumachen.

Und deshalb war es umso schöner für Marina, was ihr an diesem Tag passierte. Der Ablauf der Woche – am Samstag war Heiligabend – war schon etwas früher geplant worden. Nicht nur Shopping, Geschenkebesorgen und -verpacken, auch der Baum kam ein paar Tage früher. Und da Daniel noch arbeitete, hatte er ihn am vierten Adventssonntag, also fast eine Woche davor, bereits aufgestellt. Sein Part war auch die Lichterkette am Baum zu befestigen. „Jetzt könnt ihr ihn schmücken“, stellte er fest, während er am Baum, die eine oder andere Lichtkerze noch veränderte, damit sie ihren richtigen Platz fand. Die beiden roten Kisten mit den Kugeln und den weiteren Dekorationsfiguren befanden sich schon oben im Esszimmer, wo die Nobilistanne dieses Jahr ihren Platz bekommen hatte.  Aber wer dekorierte? Océane hatte in ihrem Teenageralter keine Lust mit ihrer Mutter den Baum alleine zu schmücken und Daniel war wieder beruflich außer Haus. Abends als er heimkam, brannte nur die Lichterkette daran. Kein Rot, kein Gold glänzte noch daran.
„Du musst eine Zeitschaltuhr benutzen wie bei der Außenbeleuchtung,“ schlug Marina vor. So schön es auch war, morgens schon vor einer leuchtenden Tanne zu frühstücken.

Am Mittwoch kam eine Freundin von Marina mit ihren beiden Kindern. 

Ihr Sohn Gabriel war acht Jahre alt und ihre Tochter Sarah war in Océanes Alter. Früher zu Weihnachten hatten sie gemeinsam gebastelt. Nun hing der Kranz, der die diesjährige Bastelidee geworden wäre, bereits am Fenster. Die Bastelanleitung ging durch das Netz und viele wollten einen so schönen Kranz nachmachen. Marina hatte Glück. Auf einem der vielen schönen Weihnachtsmärkte fand sie ihn. Fertig. Sie wählte ihn aus und bezahlte einen guten Preis. „Die Finger haben beim Aufbiegen des metallernen Kleiderbügels trotz Zange wehgetan“, sagte die Hobbyweihnachtsmarktverkäuferin. Und Marina hatte ihm einen besonderen Platz am Esszimmerfenster in ihrem Heim zugewiesen.

Die Kinder waren groß, nicht mehr alle wollten basteln. Wenn eine gute Idee dabei war, vielleicht. Aber Marina hatte andere Ideen. 

Unter anderem war da noch der zu schmückende Weihnachtsbaum. Und dann machte das Baumschmücken allen Spaß. Die Freundin bewies sich als wahres Talent, die Kugeln und die Restdeko mit den Kindern zu platzieren und ihn zum Leben zu erwecken. Marina beeinflusste mit ihren Wünschen kaum das Geschehen, sondern überließ es der Erfahrung der Freundin und der Erlebniswelt der Kinder. Sie wühlte nur in der Kiste, um ein paar seltene Figuren zu zeigen, die auch gut, die am oberen Ende etwas kahl gewachsene Tanne füllten. Da war ein Stern, der immer als Spitze diente. Diesmal fehlte ihm ein Band, das Marina besorgte. Das war fast ihre einzige Aufgabe. Der Baum wurde perfekt…und leuchtete mit den Kerzen.

Abends kam Daniel nach Hause, und aß zufrieden Kuchen vor dem fertig geschmückten Weihnachtsbaum. Gabriel zeigte er seine neue Datenbrille, mit der man in 3D mittlerweile mit dem Handy überall hinreisen konnte. Und alle am Tisch waren in New York oder Hongkong jetzt dabei. „So eine will ich auch zu Weihnachten haben“, sagte der aufgeweckte Junge. Die Gäste verabschiedeten sich hinaus in das Dunkel und um Mitternacht würde die neue Zeitschaltuhr die Baumkerzen ausgehen lassen, um sie tagsdarauf wieder brennen zu lassen.

Der darauffolgende Tag war für einen besonderen Gast, nämlich den Weihnachtsmann, reserviert.

Ein Zeitschenker wollte er sein. So stand er in der Zeitung. Hingehen zu Menschen, die nicht so beweglich waren. Die krank waren, bettlägerig oder die Wohnung nicht mehr verlassen konnten. Er hatte sich vierzehn Tage bis zum ersten Weihnachtstag frei genommen, um nur mit einer Bus- und Saarbahnnetzkarte sich im Stadtgebiet von Saarbrücken von Mensch zu Mensch zu bewegen. Auf die Zeitungsannonce meldeten sich wenig. Die Leute trauten sich nicht richtig, jemanden zu benennen, der seine Hilfe in dieser hektischen und manchmal einsamen Zeit benötigen konnte. Dabei ging es gar nicht um sie direkt.
Marina war bereits über Facebook von Daniels Ansinnen – er hieß wie ihr Mann – informiert gewesen und hatte Zeit über sein Angebot nachzudenken.
Da er vor einiger Zeit als Bewegungstherapeut in der Stadt auf Marina in ihrem Rollstuhl aufmerksam wurde, kannten sie sich flüchtig. Eben danach über Facebook. Für seine Weihnachtsaufgabe hatte er sich einen Bart wachsen lassen.

Ja, Marina kannte Menschen, die nicht mobil waren. Die in Wohnungen wohnten, wo sie selber schlecht hinkam. Es wäre eine Gelegenheit, Menschen zu besuchen, die sie von früher kannte und meist nur noch telefonisch erreichen konnte. Auch weil diese älter und gebrechlicher wurden.
Aber Marinas Besuchswunsch war in der Hektik der Vorweihnachtszeit untergegangen und die Freunde vertrösteten sie auf die Zeit nach dem Fest. Aber da war Weihnachtsmann Daniel nicht mehr existent. Schade, er hatte die Überraschung werden sollen für die Betagten.

Also lud Marina ihn zu sich ein. Warum nicht? Océane sah ihn schon am Fenster in seiner Sackmontur kommen. „Oh da kommt er.“ Ja, mit Mütze, Schal, Decke und Weihnachtsjacke unterm Kartoffelsack war er zu erkennen. Und er ging barfuß. Na ja, in Flipflops bis zur Haustür. Als er klingelte stand er auf einer Decke, die Sommerfüßler beiseite gelegt. Océane wollte abwarten. Schließlich kam er zu Besuch zu ihrer Mutter. Auch der alte Mann verharrte auf dem Sofa und blätterte immer noch neugierig in einem neuen Jahreskalender, einem verfrühten Weihnachtsgeschenk, das bereits mit der Post eingetroffen war. Marina und der Mann umarmten sich. Es war regnerisch draußen und die mitgebrachte Dezemberkälte im warmen Haus tat gut. Er verweilte nicht auf dem Marmorboden in der Küche, sondern legte seine Decke aus im Esszimmer. Ein guter Platz für ein Gespräch.
Marina und Daniel unterhielten sich über das Projekt Weihnachtsmann und die Scham der meisten Menschen, ein bißchen Wärme, Zeit und Freude anzunehmen…

„Ich habe eine Bitte an Dich“, sagte sie, während sie grünen Tee zubereitete. „Würdest Du mir die Kerzen am Baum anschalten?“ Der Baum leuchtete noch nicht. Es war alles etwas zu eng und durch ihre Schmerzen war Marina nicht selbst in der Lage, sich zur Steckdose hinter den Baum irgendwie zu bewegen. Sturzgefahr für sie.
Sie hatte schon, bevor seiner Ankunft den alten Mann gefragt. „Ich weiß nicht, wie es geht“, kam als Antwort. Marina hatte ihn ungläubig angesehen. Dann ergänzte er: „Er wird mit dem Feigenbaum draußen um 16.30 Uhr angehen.“ Marina sah ihn noch skeptischer an. Der alte Mann hatte zwar beobachtet um welche Zeit die Außenbeleuchtung programmiert war, aber diese Uhr hing ja nicht mit der Schaltung der Baumkerzen zusammen.
Sie würde auf den Weihnachtsmann Daniel einfach warten und diesen bitten. Was sie letzteres auch tat, während sie den Tee in die Tassen goß. Aber irgendwie akklimatisierte sich Daniel gerade mit seinem größeren Gewand und kletterte nicht zwischen Wand und Baum an die verborgen liegende Steckdose. Er setzte sich. Das Gespräch war spannend für beide. Auch wenn es draußen dämmerte und Marina gerne die Lichter hinter ihm gesehen hätte.

„Halb fünf ist vorbei, es geht immer noch nicht“, sagte sie in Richtung des alten Mannes, während im Garten bereits die Beleuchtung brannte.
„Ich schau mal später nach“, beruhigte Daniel Marina und man unterhielt sich weiter. In Marinas Hinterkopf hämmerte es dagegen. „Warum macht er es eigentlich nicht gleich?“ Sie verstand das nicht wirklich. Das Gespräch war hochinteressant, aber kurz aufstehen und die Zeituhr ausstellen, war doch kein Problem. Nicht für ihn. Marina hätte es längst gemacht, wenn sie gekonnt hätte. Es war schon betrüblich dunkel und sie wollte doch ihren Baum in Glanz und Gloria zeigen. Aber sie sagte nichts. Warum auch immer. Weil sie nicht dominant sein wollte, um mit ihrer Bitte durchzudringen. Sie hatte gelernt in ihrem Leben, die Dinge so zu nehmen wie sie waren. Sie war dankbar immer für das was kam. Denn im Laufe ihrer Tage hatte sie auch gelernt, dass die Gnade Gottes größer war als ihre eigenen Wünsche, Gedanken und Befürchtungen.

Marina zeigte Daniel ein paar Sachen in ihrem Zuhause, bis das Telefon klingelte. Ihre Bügelfrau kündigte sich an, um Wäsche abzuholen, die sie rechtzeitig vor dem Fest fertigbügeln würde. Sie als Französin staunte nicht schlecht, über die nackten Füße. „Ich trage gerne schöne Schuhe“, meinte sie bei dem Anblick. Marina verwies auf ihre neuen maßangefertigen Stiefel. „Ich mag auch schöne Schuhe ansehen, kann sie aber nicht mehr tragen.“ Der Weihnachtsmann, der ein erdverbundener Naturbursch im Grunde war, wollte damit ein Stück Urwald in die Stadt tragen. Sein Markenzeichen.
Océane wagte sich hervor und bestaunte mit Angéle seine Füße. 

Immer noch brannte nicht das Licht am Baum. Wie lange das noch dauern würde, bis er nachsah? Man kannte sich und die Bedürfnisse des anderen nicht gut genug, um nochmal was zu sagen. So dachte Marina. ‚Er ist ja hier nicht zuhause.‘
Auf jeden Fall schenkte Daniel Zeit. Das stimmte schon mal. Ihr eigener Mann war gerade bei seinem Vater Harry gewesen, der im Krankenhaus lag und machte sich jetzt auf in die Stadt. Er rief an und wollte den Zeitpunkt und den Ort ihres späteren Treffens festlegen. Marina würde mit dem Wagen hinfahren.

Und während Marina den Hörer in der Hand hielt und der andere Daniel endlich aufgestanden war, um sich hinter den Baum vorzutasten, da fingen die Baumkerzen plötzlich wie aus dem dunklen Nichts an zu leuchten. Und nicht weil der eine Daniel an der Uhr gedreht hatte, sondern weil Marinas Daniel am Telefon gestern die Uhr so eingestellt hatte, dass der Baum just zu diesem Zeitpunkt anfing zu leuchten. Das war ein magischer Moment. Der Anblick des leuchtenden Baums mit dem Weihnachtsmann dahinter, der nichts getan hatte, war besonders.
Etwas irritierend, schön und wertvoll zugleich. Ausharren lohnte. Auf das Licht zu warten. Es kam.

„Du, Daniel, das Licht vom Baum ist gerade angegangen“, sagte Marina laut ins Telefon und in den Raum. Damit es jeder hier und da draußen hören konnte.

Und so wurde es vielerorts in nicht ganz einfachen Zeiten wieder Weihnachten.



Anhang
Verbreitete Nachricht über die sozialen Netzwerken


Die Trauerbeigaben in Nizza an der Promenade des Anglais

Die angekommenen Radfahrer und der Rotarier Club von Nizza im Sommer 2016
Bei dem Anschlag in Nizza am 14. Juli 2016 fuhr der Attentäter Mohamed Bouhlel auf der Promenade des Anglais mit einem LKW durch eine Menschenmenge. Mindestens 86 Personen wurden getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt. 


Unser geschmückter Weihnachtsbaum



Der Weihnachtsmann und der Zeitschenker Volker Wieland