Sonntag, 16. April 2017

Marina - Zu Ostern 2017



1988 Upcycling, was nicht weiß war, wurde weiß gemacht. So ziemlich alles. Und weil der schon betagte Fernseher kaputt ging, wir aber an ihm hingen, haben wir ein Bild darüber gehängt. War ja viel schöner. Das Kissen haben wir bei Mama gefunden. Es war fast zwanzig Jahre vorher das Paradekissen für den Kinderwagen. War es früher besser?


Marinas Ostergedanken zum Artikel der Nachhaltigkeit in Süddeutsche Zeitung vom 14.April 2017

Deutschland - Land der Umweltheuchler



Marina überlegt, 
warum mit vollerem Geldbeutel 
nachhaltiges Handeln nicht einfacher ist

Hier ihre Stichwortliste in ihr Tagebuch
  • -        Gewohnheiten / Eingefahrene Verhaltensmuster
  • -        Unterschiedliche Lebensumstände wie Alter, Einsamkeit, Behinderung, Krankheit
  • -      Lebensumstand: Beruf !
  • -      Auch christliche Grundeinstellung: "Ich will, dass Ihr ein Leben in Fülle habt"
  • -        Umgebung sozialer, regionaler Art
  • -        Luxusgüter sind oft noch nicht nachhaltig
  • -     Billige, nicht nachhaltige Angebote
  • -     Günstige Transportkosten von Waren und Personen
  • -     Bequemlichkeit, Lethargie
  • -     Resignation
  • -     Menschen suchen den Kick beim Einkaufen
  • -     Menschen suchen nur Schönes und Passendes
  • -     Menschen haben übertriebenen Anspruch durch das riesige Angebot
  • -     Menschen sind verwöhnt durch Überangebot
  • -     Auf schnelles Denken folgt schnelles Handeln
  • -     Aufbau des Internets nach günstigem und (möglichst schnell) verfügbarem Angebot
  • -     Immer einfachere Bestell- und Abrechnungsmöglichkeiten im Netz
  • -        Geld für Verlockungen auszugeben geht schneller anstatt sinnvolle Investitionen zu suchen
  • -        Nachhaltiges Handeln braucht mehr Zeit als in der Schnelllebigkeit zu handeln
  • -        Mehr Geld bedeutet mehr Möglichkeiten falsch zu investieren
  • -     Schnellerer Verzehr von Gütern als bei Sparern
  • -        Menschen arbeiten lieber, ihren vorhandenen Reichtum zu sichern, denn
  • -        Umzudenken ist schwierig
    • o   aufgrund von mittlerweile Informations- und Reizüberflutung d.h.
    • o   mangelndem Focus des Einzelnen
    • o   aufgrund immer noch mangelnder Angebote
    • o   und dazugehörender mangelnder Informationstransparenz
    • o  Gruppenübergreifendem Zusammenhalt
    • o aufgrund zu wenig gezielter Information zu einem Thema
  • -        Fehlen konkreter Handlungsorientierung durch die Gesellschaft, da
  • -        Umerziehung Training und Austausch braucht
  • -        Fehlende Sicherheit, dass NH und Gedanken dazu zukünftig satt und zufrieden machen
  • -     Individuelles Glücksbestreben
  • -     Glücksmaximierung innerhalb von Familien
  • -      Wenige mögen sich privat Beschränkungen auferlegen
  • -      Erwachsene wollen nicht wie Kinder mit erhobenem Zeigefinger behandelt werden
  • -      Sicherheitsgedanke versus Risiko z.B. bei einem Umzug mit verbundenem Ortswechsel
  • -    Eingebundensein in Alltagsverpflichtungen
© Heike Zimmermann



Beim Notizen machen muss sie immer wieder an dieses Video von Jay Shetty denken, das sie neu aufstellt, neu denken läßt und gut tut. Denn die Uhr zurückdrehen? Ist das möglich? Innerhalb eines Lebens? Wohl kaum. Angesichts des immensen gesellschaftlichen Fortschritts? Wie geht es weiter?

Aber Marina konsumiert wieder langsamer und verlangt sich mehr ab im täglichen ganzheitlichen bewußten Handeln. Wägt ihre Entscheidungen stärker ab. Braucht mehr Zeit dafür. "Weniger ist mehr," denkt sie. Und fügt hinzu: "Manchmal". Und ihre Liste würde sie fortsetzen.

Hier ein modernes Beispiel zu dem, was Marina früher machte. Mit schönen Bildern.

Retuna Upcycling Einkaufszentrum in Schweden



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