Montag, 25. November 2013

Paula - Begegnung mit einer Zen-Meisterin

(Auszug) 
Einleitung
Manga-Figuren 

Buchmesse Frankfurt. Alle stürmen hin. Der Tennisspieler Boris Becker. Der Schauspieler Uwe Ochsenknecht. Der Komiker Atze Schröder. Die Textilunternehmerin Sina Trinkwalder und andere.
Man schreibt Oktober 2013. Paula hatte die Gelegenheit, Raphael zu begleiten, der dort einen Vortrag halten sollte. Ohne Probleme wurden sie zum VIP-Parkplatz  vorgelassen und der Eingang war nicht mehr weit. Und alles kostenlos.
Als wäre man eine der Manga-Figuren, die am Wochenende zu Hauf auf der Messe in den freien Ecken auf dem Boden campierten und dafür, dass sie sich der Öffentlichkeit zeigten und in ihren Verkleidungen freien Eintritt zur Messe bekamen. Mangas sind Comic-Figuren, die ursprünglich in Japan kreiert wurden und nun u.a. durch Computerspiele durch die ganze Welt gingen.

Sandy sitzt am Stand an einem kleinen Tisch in der Halle 3. Neben ihr eine Traube an Menschen bei einem "Gesichtsleser". Paula ist etwas neugierig, was alle sehen wollen, bleibt aber dahinter zurück. "Das Buch hat er geschrieben". Eine Standbesucherin drückt ihr eine Schrift in die Hand. Paula blättert darin. Aus Gesichtern und ihren Hälften kann man eine Menge lernen...einige staunen und wollen das zu betrachtende Gesicht näher sehen...


Bei Sandy ist es auffallend ruhig. Und dabei hat Paula etwas völlig anderes erwartet......
Im Veranstaltungskalender steht sie mit ihrem Angebot für die Buchmesse unter den Vorträgen, doch hier gab es nur den Kontakt von Angesicht zu Angesicht. Gerade saß eine Dame mit am Tisch und Sandy sprach mit ihr. "Ich bin Sandy", hat die Meisterin anfangs vielleicht zu  der Besucherin gesagt. "Darf ich Du sagen?"

...

Das Gespräch mit der Zen-Meisterin war in vielerlei Hinsicht für Paula wichtig.

Sie würde sie genau dort abholen, wo Paula geistig gerade stand. Nicht anders. Es ging darum, was für Paula im Moment wichtig war.   
Sie würde ihr nichts von einem Wald erzählen. Paula wollte nämlich nur wissen, wie ein einzelnes Blatt aussieht d.h. sie ging genau auf Paula ein. Ihr eigenes Selbst hatte keinerlei Mitteilungsbedürfnis. So fühlte es Paula. Darüber sprechen brauchte man nicht.
Paula hatte eine eigene spirituelle Komponente im gemeinsamen Augenblicks. Der Moment an sich war leer. Das gehörte mit zu den neuen Erkenntnissen Paulas, wie spirituell nach siebzehn Jahren sie doch selbst war. Und daher kam es, dass Paula zunächst in ihrer Spiritualität ihren Gedanken und ihrer Sichtweise freien Lauf auf die Umgebung ließ. Sie nahm alles um sich herum wahr. Um sich in einen solch anderen Zustand des Bewusstseins zu versetzen, bedurfte es einiger Momente. Deshalb war Paula auch nicht gleich auf die Meisterin zugestürmt. Denn äußerlich wäre diese auf der Buchmesse nicht sonderlich auffallend und beobachtet worden. Sie war hübsch, keine Frage und hatte sich auch schön zurechtgemacht. Ein Typ wie eine Marketingleiterin oder Lektorin hätte sie heute in dem Outfit sein können, doch sie war etwas anderes. Es war der Paula bekannte Kontext, in dem sie arbeitete und der Paula auffiel. Von außen war das nicht zu sehen. Nichts wirkte auffällig heilig. Genau das war etwas besonderes…

Die Begegnung
Paula las an dem kleinen Bistrotisch, an dem Sandy saß, in ihren drei niedergelegten Schriften, während diese eine Frau beriet. Paula hörte etwas von einer Reise nach Asien. Mehr aber verfolgte sie nicht, sie versuchte sich aufs Lesen zu konzentrieren. Dann sagte Sandy zu der ihr anvertrauten Dame: „Wollen wir mal die Karten mischen und eine herausziehen?“ Sandy hatte über 50 postkartengroße Karten entwickelt – auf jeder standen wertvolle Hinweise für den Menschen: Achtsamkeit, Wertschätzung, mittlerer Weg etc.

Paula wählte währenddessen den Erläuterungstext zu einer Karte, bei dem sie beim Blättern des ausgelegten Büchleins hängen geblieben war. Der Text gefiel ihr nicht sonderlich, da ging es um Ego und inneren Kampf. Oh je. Ob das Gespräch schwer werden würde, ob sie es überhaupt noch wollte?  Denn sie hatte ja einen unpersönlicheren Vortrag erwartet. Aber alles kam später doch nicht so…alles blieb für Paula sehr normal, in einem überschaubaren Rahmen und für sie sehr natürlich...

Wer die Zen-Meisterin etwas kennenlernen möchte, 

hier der Link mit ihr

https://www.youtube.com/watch?v=g_Fl4lmsWTY


Bild: Sandy Taikyu

Die ganze Paula-Geschichte ist 

bei der Autorin erhältlich


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